Die Idee zum Buch

Das Thema „Zecke“ betrifft uns alle, nicht nur die, die Kinder haben oder Haustiere besitzen. Bücher, die darüber aufzuklären versuchen, wie man einen Zeckenstich vermeidet oder was man im Falle des Falles tun soll, gibt es bereits einige auf dem Markt - eine Erzählung, in der eine Zecke eine ganz besondere und zudem komische Hauptrolle spielt, dagegen noch nicht. Diese Tatsache reizte mich, und ich beschloss, „das gefährlichste Tier Deutschlands“, diesen miesen kleinen Parasiten, einmal näher unter die Lupe zu nehmen.

Nach einem kleinen Wortspiel mit „Z“ wie „Zecke“ und „Zar“ tauchte spontan die „Popo-Vision“ vor mir auf: Die „Zecke des Zaren“ hatte an einer ganz besonders komischen Stelle zugestochen … Die „Zecke des Zaren“ ist deshalb ein ganz anderer Vampirroman geworden, weil wir es hier tatsächlich mit einem echten Blutsauger zu tun haben: Wer die Geschichte liest, wird nebenbei einiges Nützliches über dieses abstoßend-faszinierende Wesen erfahren. Der gemeine Holzbock darf in der Geschichte also ein natürlicher Blutsauger bleiben, auch wenn sich der arme Bellismus Bullebartsch zu Beginn der abenteuerlichen Verwicklungen zurecht fragen muss, ob es sich bei seinem neuen Untermieter nicht doch um einen echten Vampir handelt ...

Durch das Wortspiel "Zecke des Zaren" ergab sich auch die geographische Lage, in der meine Geschichte spielen sollte, ganz von selbst - es musste ein Land sein, das zumindest in der Nähe des alten Zarenreichs lag. So erschuf ich das kleine Land Bullonien, in dem der Hauptprotagonist der Geschichte, der lustige dicke Zar Bellissimus Bullebartsch, regiert. Sein mächtiger Gegenspieler ist der hagere, missmutige Großzar Iwan Petrusski aus Hussland, der seinen Regierungssitz, wie könnte es anders sein, in Sankt Petrusskiburg hat - und der ein echtes Problem damit hat, dass sich der kleine, lächerliche "Möchtegern-Zar" Bellismus mit einem eigenen Zepter und einer eigenen Krone schmücken darf ...